DIE SPUNDLOCHMUSIG

Das sind sechs begeisterte württembergische Volksmusikanten, die sich der traditionellen Volksmusik Süddeutschlands verschrieben haben. Wirtshausmusik, Danzbodamusik, feine Musik, virtuose Musik – Musik die Herz, Ohren und Beine erreicht. Musik, wie sie erklang als Urgroßvater Urgroßmutter zum Tanz ausführte. Aber auch Musik, die auf den süddeutschen Volksmusiktraditionen basiert, aber neu geschrieben wurde.

Das Spundloch ist der wichtigste Teil beim Fass – egal ob Wein- oder Bierfass. Denn daraus fliest das köstliche Nass, das zwingend notwendig ist um die richtige Feuchtigkeit zur Erzeugung von feinen Tönen aus Blasinstrumenten zu erreichen.

Proscht ond Proscht ond ällaweil Proscht!

Am liebsten spielt die Spundlochmusig ohne elektronische Verstärkung. Das ist in der Regel bis 150 Personen gut möglich. Darüber hinaus benötigen wir eine professionelle Beschallung.
Hier ist unsere Bühnenliste zum ra’lada! >>>

Wulf Wager

Harmonika, Baßflügelhorn

Wulf ist ein gebürtiger Stuttgarter (ja das gibt es, und er steht auch dazu!), allerdings nicht aus dem Kessel, sondern von den Fildern. Er hatte die Idee zur Spundlochmusig und leitet sie mit seiner ihm eigenen Dynamik und Energie. Er ist unser spiritus rector, sorgt für das alte schwäbisch-alemannische Notenmaterial und ist sogar selbst der Älteste von uns. Wir sagen dazu immer „betreutes Musizieren”. Wir erfreuen uns an seiner riesigen Sammlung von handgeschriebenen alten Noten und seiner großen Erfahrung im Bereich der traditionellen schwäbisch-alemannischen Volksmusik. Mit der Harmonika sorgt er für die rhythmische Unterstützung und melodische Bläserpausen. Im Alltag ist Wulf Geschäftsführender Gesellschafter einer Werbe-, Verlags- und Eventagentur.

Florian Pietsch

Baßflügelhorn

Flo führt seit über 40 Jahren eine engere Beziehung zu Tenorhorn, Euphonium und Bassflügelhorn als manche zu ihrem Handyvertrag – und das hört man: Jeder Ton klingt so warm und satt, dass man fast die Heizung runterdrehen kann. Als Gründungsmitglied der Spundlochmusig prägte Flo den Klang der Gruppe von Anfang an entscheidend mit. Mit Achim verbindet ihn seit 30 Jahren eine musikalische Männerfreundschaft, die im Kreisjugendorchester Esslingen begann und heute auf Tourneen an ein bestens eingespieltes Ehepaar erinnert – inklusive Insiderwissen über Schnarchgewohnheiten und die Reihenfolge im Bad. Flo ist gebürtig aus Denkendorf und ist mit seiner Familie inzwischen in Owen/Teck zuhause. Als Gärtnermeister sorgt er von Amts wegen für eine Durchgrünung Esslingens auf unpolitische Weise.

Jürgen Wöhr

Gitarre, Klarinette

Jürgen hat vor nicht allzu langer Zeit den Weg zu uns gefunden. Kein Wunder. Er stammt aus Schömberg im Schwarzwald. Dort ist es so dunkel, dass man sogar am Tag das Licht anzünden muss. Mit seiner Gitarre sorgt der Geschäftsführende Gesellschafter einer Spezialfirma für Industriekomponenten und Systemintegration für den korrekten Rhythmus. Schon vor 30 Jahren hat er mit Wulf Wager auf den Seminaren des Landesmusikrates musiziert.

Harry Koch

Trompete, Flügelhorn

Unser neuester Blechbeißer kommt aus der Gegend der Bronkels. Also der Schwäbischen Alb, dort wo der Bruder oft auch der Onkel ist. St. Johann ist seine Heimat. Schon früh musizierte mit seinen drei älteren Brüdern – und das macht er heute noch. Der Maurermeister und Dipl. Betriebswirt kümmert sich beruflich um den Netzausbau. Seine Leidenschaft gehört aber seiner Frau, seinen beiden Hunden und vor allem seinem Flügelhorn, das er sehr virtuos zu blasen weiß. Aber auch auf dem Alphorn versteht er zu brillieren. Er hilft ab und an in Big Bands und Musikvereinen aus, bei Wirtshaus-Musikanten und in verschiedenen Blasmusikbesetzungen, auch als Dirigent. Fest spielt er bei der Blaskapelle Charivari – und natürlich bei der Spundlochmusig.

Achim Bühler

Klarinette

Achim stammt aus Bissingen an der Teck und hat einen enormen Aufstieg erlebt, denn heute lebt er in Ennabeuren hoch droben auf der Alb, wo es immer einen Kittel kälter ist und statt der Kartoffeln die Steine auf den Äckern zu finden sind. Der virtuose Schwarzwurzelbeißer hat zusammen mit Wulf Wager die Spundlochmusig gegründet, nachdem die beiden schon vorher bei vielen Seminaren und bei der Gruppe Trotzblech zusammen musiziert haben. Im normalen Leben checkt der Wirtschaftsingenieur das Produktmanagement bei einem großen Autozulieferer. Neueste Witze? Dafür ist Achim immer zu haben. Bei mehrtägigen Spielereien und Probewochenenden sorgt er für die biologisch-dynamische (aber dennoch fleischliche) Ernährung und somit den Krafterhalt der Spundis.

Andreas Kleiner

Tuba

Andi stammt ursprünglich aus Nusplingen im Zollernalbkreis – also aus der Region der „zehn Tausender“, was weniger nach Gehalt, sondern mehr nach Höhenmetern klingt. Nach einem Abstecher in die Landeshauptstadt kehrte er mit seiner Familie in die Heimat zurück. Dort tat er, was ein echter Schwabe eben tut: Er baute ein Häusle um. Nicht neu, nein – das wäre ja Verschwendung. Und natürlich spielt er im örtlichen Musikverein. Der promovierte Bauingenieur sorgt mit seiner Helikontuba für das tiefe, harmonische und vor allem statisch geprüfte Fundament der Spundlochmusig. Sein Helikon ist so akkurat gepflegt und desinfiziert, dass es bei Bedarf direkt im OP aushelfen könnte. Als Finanzminister der Spundis wacht er streng über Einnahmen und Ausgaben. Mit schwäbischer Präzision trennt er Notwendiges von „Des braucha mr it“.